„Wie geht Natur?!“ am 20. Oktober im Rhönmuseum in Fladungen – Filmvorführung und Podiumsgespräch

Rhön, 13.10.2026 – Kann ein einzelner Mensch die Natur schützen – und uns ihre Schönheit wieder vor Augen führen? Und kann er die Welt verändern, in der wir leben? Diesen Fragen widmet sich der eindrucksvolle Dokumentarfilm „Wie geht Natur?!“. Beantwortet werden sie anhand der Lebens- und Schaffensgeschichte des Brandenburger Biologen Prof. Dr. Michael Succow, dem dies gelang. Im Rahmen des nun 35-jährigen Jahres der Anerkennung der Rhön als UNESCO-Biosphärenreservat hat der Film eine besondere Facette: Denn nur durch das Wirken von Prof. Dr. Michael Succow sind die Rhön und andere Regionen zum UNESCO-Biosphärenreservat geworden. Die kostenfreie Veranstaltung findet am Dienstag, den 20. Oktober, um 19:15 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr) im Rhönmuseum in Fladungen statt.

Der Film porträtiert den Brandenburger Biologen, alternativen Nobelpreisträger und einen der prägendsten Naturschützer Deutschlands, Prof. Dr. Michael Succow. In der Umbruchszeit der politischen Wende wächst er – als unbequemer Naturrechtler und ausgewiesener Moor-Experte – in die Rolle seines Lebens hinein. In einem politischen Kraftakt entwickelte er 1990 gemeinsam mit Mitstreiterinnen und Mitstreitern das größte Naturschutzprogramm, das Deutschland je erlebt hat.

Eine Sternstunde des deutschen Naturschutzes

Fünf Nationalparke, sechs UNESCO-Biosphärenreservate und drei Naturparks entstehen auf rund 4,5 Prozent der Landesfläche der damaligen DDR. Auf dieser Grundlage kommen in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche weitere Schutzgebiete hinzu. Die Sächsische Schweiz, Südost-Rügen oder der Spreewald stehen wie auch die Rhön exemplarisch für diesen Meilenstein deutsch-deutscher Naturschutz-Geschichte.

Der Film „Wie geht Natur?!“ folgt auch einigen Menschen, die Michael Succow inspiriert hat, und stellt Visionärinnen und Visionäre vor, die sich heute für gesunde Böden, neue Urwälder und den Erhalt alter Moore einsetzen. Deutlich wird: Erfolgreicher Naturschutz ist das Ergebnis vieler engagierter Menschen – und gelingende Geschichten entstehen überall dort, wo Verantwortung übernommen wird. In Zeiten komplexer globaler Herausforderungen macht der Film Mut, sich für eigene Ideale und für die Natur einzusetzen.

Gespräch mit regionalen Akteurinnen und Akteuren

Nach der etwa 60-minütige Filmvorführung folgt bis ca. 21:15 Uhr ein Podiumsgespräch mit namhaften Gästen aus der Region. Dabei wird an den Film anknüpfend ein Rückblick auf die Anfangsjahre des Biosphärenreservats Rhön geworfen – und ein Ausblick auf die künftige Entwicklung. Mit dabei sind:

  • Frau Dr. Doris Pokorny (Leiterin der Bayerischen Verwaltungsstelle UNESCO-Biosphärenreservat Rhön)
  • Herr Ludwig Sothmann (ehemaliger Vorsitzender (1978-2014) des Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V. und Mit-Initiator für die länderübergreifende Ausrichtung des Biosphärenreservats Rhön)
  • Frau Eva Böhm (stellvertretende Landrätin Landkreis Rhön-Grabfeld)
  • Herr Gert Manning (1. Bürgermeister Stadt Fladungen)

Gemeinsam beleuchten sie auch, welche Rolle Einzelne, Regionen und Schutzgebiete früher und heute für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen spiel(t)en – und wie sich Engagement langfristig entfalten kann.

Meet & Greet: ab 18:30 Uhr

Begrüßung und Filmvorführung 19:15 Uhr

20:30 Uhr Podiumsgespräch

21:30 Uhr Ende der Veranstaltung

Ort: Rhönmuseum, Marktplatz 1, 97650 Fladungen

 

Die Veranstaltung ist Teil des Stempelheftes #rhöngeführt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kontakt Ulrike Sofsky und Alexandra Hippeli (Sekretariat) Tel. 0931-380 -1665 oder -1666; Rhönmuseum: Frau Eva-Maria König Tel. 09778 748070

Save the Date – weitere Filmvorführung in Hessen

Der Dokumentarfilm „Wie geht Natur?!“ wird auch in der Hessischen Rhön gezeigt, am Donnerstag, dem 29. Oktober, um 19 Uhr im Ulstersaal in Hilders (https://shorturl.at/qNul0).

Für weitere Informationen über das Rhönmuseum und aktuelle Veranstaltungen unter www.rhoenmuseum.de

In einem politischen Kraftakt entwickelte Prof. Dr. Michael Succow 1990 gemeinsam mit Mitstreiterinnen und Mitstreitern das größte Naturschutzprogramm, das Deutschland je erlebt hat. / Foto: Jason Krüger