Erlebnisse am Geschichtsort
In den Ferien und in der Osterzeit: Führungen auf dem „Weg der Hoffnung“ und in der Gedenkstätte / Grenzwanderung jeden ersten Samstag
Geisa/Rasdorf. Die Saison kann beginnen: Auch in 2026 gibt es für das interessierte Publikum ab dem Frühjahr offene Angebote in und um die Gedenkstätte Point Alpha zwischen Rasdorf und Geisa. Thematisch ist das Angebot der Point Alpha Stiftung breit aufgestellt und reicht von Touren am „Weg der Hoffnung“, über Rundgänge durch die Ausstellungen bis hin zu Grenzwanderungen in herrlicher Landschaft entlang des ehemaligen Todesstreifens am Grünen Band.
Offene Gedenkstättenführung: In den Osterferien und in der Osterzeit bieten die Gästebegleiter ein Überblick über die Themen der Gedenkstätte. Die militärischen Szenarien des Kalten Krieges können im US Camp hautnah nachempfunden werden. Im Haus auf der Grenze zeigt die Dauerausstellung, was die Teilung Deutschlands für die Menschen auf beiden Seiten des Zaunes bedeutete. Zwischen beiden Standorten sind auf einer Länge von 600 Metern die Grenzanlagen der DDR originalgetreu in ihren verschiedenen Ausbaustufen rekonstruiert. Treffpunkt ist immer um 14 Uhr an der Kasse im Haus auf der Grenze. Die Kosten betragen 3,50 Euro pro Person zuzüglich zum regulären Eintritt. Kinder bis 16 Jahre zahlen nur den Eintritt aber keine Führungsgebühr. Erste Termine im Jahreskalender sind an Ostersonntag, 5. April, und Ostermontag, 6. April sowie danach an Pfingsten am 23., 24. und 25. Mai.
Führung am „Weg der Hoffnung“: An Karfreitag, den 3. April, bietet Point Alpha auch Sonderführungen auf dem „Weg der Hoffnung“ an. Sie beginnen um 11 oder um 14 Uhr am Haus auf der Grenze. Gästebegleiter informieren über die Entstehung und Bedeutung des Kunstprojektes und geben Impulse für eine persönliche Meditation. 14 monumentale Skulpturen, errichtet vom Künstler Dr. Ulrich Barnickel markieren auf einer Strecke von 1400 Metern ein Stück des ehemaligen Todesstreifens zwischen Hessen und Thüringen. Sie greifen den Gedanken des christlichen Kreuzweges auf und erzählen damit eine Geschichte, die ganz unterschiedliche Aspekte umfasst und Raum für eine persönliche Reflexion lässt. Die Führung dauert rund zwei Stunden. Die Kosten belaufen sich auf fünf Euro pro Person.
Wanderungen am Grünen Band mit Grenzerlebnissen: Entlang des Grenzlehrpfades zur Gedenkstätte kann man bis Oktober jeden ersten Samstag im Monat ab 10 Uhr die Stationen des ehemaligen „Eiserner Vorhangs“ erleben. Start ist am 4. April. Ein Gästeführer vermittelt auf der Strecke die Hintergründe der Teilung, erläutert die Entwicklung der Grenzanlagen, berichtet von Grenzvorfällen, gibt Erläuterungen zum Leben mit und am „Eisernen Vorhang“ und informiert über das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und das Grüne Band. Nächste Termine sind dann der 2. Mai und der 6. Juni. Die Kosten betragen 6,50 Euro pro Person, ermäßigt 5,50 Euro. Dauer etwa vier Stunden, Treffpunkt ist die Kasse am US Camp, es werden Fahrgemeinschaften gebildet. Die Mindesteilnehmeranzahl liegt bei zehn Personen, eine Anmeldung ist erforderlich bis spätestens 15 Uhr am Vortag per Mail an oder Telefon 06651 / 919030.
„Point Alpha ist ein Zeitzeugnis, das Weltgeschichte atmet und dadurch in die Gegenwart und Zukunft wirkt. Das muss man einfach erleben“, motiviert Benedikt Stock, Geschäftsführender Vorstand der Point Alpha Stiftung. Natürlich können Gruppen und Einzelpersonen eine Führung oder Wanderung auch individuell planen und buchen. Bei allen Angeboten ist eine Anmeldung erforderlich: Telefon 06651 / 919030 oder Weitere Infos und ein Überblick über alle offenen Termine im Jahresverlauf gibt es im Veranstaltungskalender unter www.pointalpha.com.
Bei einer offenen Wanderung entlang des Grenzlehrpfades kann man jeden ersten Samstag im Monat ab 10 Uhr die Stationen der ehemaligen Grenze erleben. Foto: Schröter
Bei der offenen Gedenkstättenführung erfahren die Teilnehmer vieles über den Dienstalltag im US Camp und das Miteinander mit der deutschen Bevölkerung
Die Gästeführer der Point Alpha Stiftung vermitteln auf der Wanderstrecke die geschichtlichen Hintergründe der Teilung. Links der Beobachtungsturm im US Camp, rechts der DDR-Grenzturm
Die Ausstellungen im Haus auf der Grenze erzählen die Geschichte der Teilung und vom Leben im Sperrgebiet.
Die Ausstellungen im Haus auf der Grenze erzählen die Geschichte der Teilung und vom Leben im Sperrgebiet.




