„Die NVA – die DDR-Streitkräfte im Rückblick“ – Vortrag von Oberstleutnant Klaus Storkmann am 5. März im Haus auf der Grenze

Geisa/Rasdorf. „Außen preußisch, innen sowjetisch“ – rein äußerlich unterschied die am 18. Januar 1956 gegründete Nationale Volksarmee der DDR (NVA) wenig von ihrer Vorläuferorganisation. Wer mehr wissen möchte über die Gründungsphase und deren Hintergründe sollte den Vortrag „Die NVA. 35 Jahre Geschichte der DDR-Streitkräfte im Rückblick“ von Oberstleutnant Dr. Klaus Storkmann am Donnerstag, den 5. März, auf Point Alpha nicht verpassen. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Beginn ist um 18.30 Uhr im Haus auf der Grenze. Der Eintritt ist frei.

Doch die innere Verfasstheit der NVA war mit dem Start vor 70 Jahren eine gänzlich andere: sowohl militärisch, als auch politisch: Zunächst als Freiwilligenarmee ausgelegt, wurde 1962 die Wehrpflicht eingeführt und damit auch das Leben hunderttausender junger Männer in der DDR geprägt. Die NVA diente zunächst der Machtsicherung nach innen und war daher erheblicher Kontrolle durch die SED unterworfen. Im Warschauer Pakt bildeten NVA-Soldaten zusammen mit der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) die erste strategische Front in der Auseinandersetzung mit der NATO. Der der Oberstleutnant vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam (ZMSBw) geht dabei der Frage nach, ob sich die NVA im Bündnis mit Moskau vom Juniorpartner zum „Super-Alliierten“ wandelte?

Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist per E-Mail über oder Telefon 06651/919030 erwünscht.

 

Die Grenzsoldaten innerhalb der NVA hatten eine zentrale Rolle bei der Durchsetzung staatlicher Kontrolle. Foto: PA-Archiv

Erich Honecker und Heinz Hoffmann, Minister für Nationale Verteidigung, beim Besuch einer Einheit der NVA in 1972.   Foto: Bundesarchiv/ Y10-1908-80

Haus auf der Grenze mit der Friedensspirale. Der Vortrag über die „Gründung der NVA“ findet am 5. März im Haus auf der Grenze statt. Foto: Point Alpha Stiftung