Stiftung und Akademie von Point Alpha stellen das Programm fürs 1. Halbjahr 2026 vor

Verstehen, lernen, mitreden, weiterdenken

Stiftung und Akademie von Point Alpha stellen das Programm fürs 1. Halbjahr 2026 vor

Geisa/Rasdorf. Vergangenheit verstehen, Gegenwart gestalten: Mit einem breitgefächerten Angebot an Veranstaltungen startet Point Alpha in das Jahr 2026.  Im neuen Flyer für das erste Halbjahr präsentieren Stiftung und Akademie der interessierten Öffentlichkeit eine Palette unterschiedlicher Themen. „Von Vorträgen, Diskussionen, über Ausstellungen, einer Lesung mit Musik bis hin zu Schülerprojekten und Seminaren – am authentischen Geschichtsort möchten wir Menschen zusammenbringen, die neugierig sind, verstehen, lernen, mitreden und weiterdenken wollen“, betont der Point-Alpha-Vorstand mit Benedikt Stock und Philipp Metzler. Der aktuelle Flyer liegt kostenlos an vielen Ausgabestellen in der Region zur Mitnahme aus. Die komplette Übersicht kann man auch einsehen und runterladen unter www.pointalpha.com.

„Point Alpha ist wichtiger denn je, die Botschaften, die von hier ausgehen, haben wegen der globalen Turbulenzen drastisch an Relevanz gewonnen“, ist sich der Geschäftsführende Vorstand Benedikt Stock sicher. Der authentische Geschichtsort war einst der „heißeste Punkt im Kalten Krieg“. Die Bedrohung von Demokratie, Frieden, Freiheit und Menschenrechten ist akut. „Wenn nicht jetzt, wann dann können wir von Point Alpha etwas mitnehmen?“, fragt Studienleiter Philipp Metzler auch angesichts der gesellschaftlichen Krisen in Deutschland und hofft deshalb auf einen regen Zuspruch des Publikums.  Wir positionieren uns als wertvolle Bildungseinrichtung in der Region, wollen Hintergründe vermitteln und Orientierung geben.“

Bereits der Auftakt am 26. Februar ist thematisch ein echter Knaller: Hochbrisant und topaktuell ist das Vortragsthema mit Gespräch und Diskussion zum Thema „Russlands Krieg gegen Europa: Vom Land- zum Cyberkrieg“. Während die militärische Dimension des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sichtbar bleibt, richtet sich eine zweite, scheinbar abstraktere Auseinandersetzung gegen Europa selbst: Hybride Operationen, Cyberoffensiven, verdeckte Einflussnahme und politische Destabilisierung. Wie können Deutschland und Europa dieser Herausforderung begegnen? Welche Rolle kommt der Zivilgesellschaft beim Umgang mit dieser neuartigen Bedrohung zu? „Das sind Fragen der Zeit, die den Menschen unter den Nägeln brennen“, verdeutlicht Stock.

Ein weiterer Höhepunkt im Terminkalender ist am 8. Mai der Festakt Last Border Patrol – inklusive dem Fahnenzeremoniell „Retreat Ceremony“ sowie einem internationalen Schülerprojekt – bei dem traditionell an den letzten Patrouillengang der US-Soldaten vor 36 Jahren am Beobachtungsposten „Observation Post Alpha“ erinnert wird. Im ersten Halbjahr locken auch zwei ungewöhnliche Sonderausstellungen bei denen „Die Frauen im geteilten Deutschland (bis 27. März) und „Die Partei hat Recht. Die SED im Alltag der DDR“ (ab 31. März) in den Blickpunkt rücken.

Darüber hinaus gibt es natürlich wieder eine große Anzahl weiterer spannender Themen, die von der deutsch-deutschen und europäischen Historie oftmals einen Bogen in die politische Gegenwart und Zukunft spannen. Berücksichtigt werden auch lokale Aspekte wie der Kaliabbau in der Region oder die Geschichte der Kultmarke Simson. „In den Fokus rücken der persönliche Austausch zwischen unseren Gästen, die sich für das gleiche Thema interessieren und für die gleiche Sache brennen. Das ist durch nichts zu ersetzen. Und nicht zu vergessen, die Abendveranstaltungen sind alle kostenfrei“, ergänzt Philipp Metzler.

Stiftung und Akademie nehmen sich als zertifizierten Lernort auch in 2026 natürlich zudem der Aufgabe an, unter anderem Forschung und Aufarbeitung des Kalten Kriegs sowie der deutsch-deutschen Geschichte in Europa voranzutreiben, Zusammenhänge aufzuzeigen und dabei auch neue Blickwinkel zu eröffnen. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, haben die wissenschaftlichen Mitarbeiter Fort- und Weiterbildungsseminare sowie Projekte aufgelegt, die Erkenntnisse vertiefen und Werte wie Freiheit, Einheit und Demokratie vermitteln.

Darüber hinaus gibt es wieder zahlreiche offene Führungen durch die Gedenkstätte beziehungsweise Wanderungen am Weg der Hoffnung und entlang des Grenzlehrpfades.

Programmübersicht:

Veranstaltungen:

  • Februar, 18.30 Uhr, Haus auf der Grenze: Vortrag & Gespräch: „Russlands Krieg gegen Europa. Vom Land- zum Cyberkrieg“
  • März, 18.30 Uhr, Haus auf der Grenze: Vortrag: Die Gründung der NVA vor 70 Jahren
  • März, 18.30 Uhr, Haus auf der Grenze: Lesung mit Musik: Stasiknast & Ostseeflucht
  • April, 18.30 Uhr, Haus auf der Grenze: Vortrag „Für eure und unsere Freiheit“ – Dissidentinnen und der Untergang der Sowjetunion
  • April, 18.30 Uhr, Haus auf der Grenze: Vortrag: Kalisalz, das „weiße“ Gold – Bergbau in der DDR
  • Mai, 11.30 Uhr, US Camp: Festakt Last Border Patrol
  • Mai, Gedenkstätte: Internationaler Museumstag
  • Mai, 18.30 Uhr, Haus auf der Grenze: Vortrag: Zweiräder aus Suhl: Die Geschichte der Simson
    (Anmeldungen: oder Telefon 06651/919030

Seminare der Akademie:

  • /6. Februar, Schloss Geisa: „Frauen in Ost und West im Vergleich“
  • /20. März, Schloss Geisa: „Aufstände gegen die kommunistischen Diktaturen“

(Infos & Anmeldung: Telefon (036967) 5964271, E-Mail: )

 

Foto: Grenzwandern von Jacob Schröter