Happy Birthday! Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön wird 35 Jahre alt!

Seit über drei Jahrzehnten im Einsatz für eine nachhaltige Zukunft

Happy Birthday! Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön wird 35 Jahre alt!

Rhön, 05.03.2026 – Bildung für nachhaltige Entwicklung, der Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft, Forschung und Monitoring sowie der Schutz der Biodiversität – das alles gehört seit über drei Jahrzehnten zu den zahlreichen Aufgaben im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Seit 35 Jahren steht die Rhön für den nachhaltigen Schutz und die Entwicklung der vielfältigen Landschaft im Land der offenen Fernen. Vor 35 Jahren, am 6. März 1991, ist die Drei-Länder-Rhön von der UNESCO als Biosphärenreservat geadelt und ausgezeichnet worden. Die Rhön gilt seit über drei Jahrzehnten als Beispiel dafür, wie sich Natur, regionale Wirtschaft und Lebensqualität im ländlichen Raum miteinander verbinden lassen – ganz im Sinne der Ziele der UNESCO.

Ein Grund zum Feiern ist auch die dritte, erfolgreiche internationale Evaluierung des Biosphärenreservats im Herbst 2025. Im Rahmen des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ wird die Arbeit der weltweiten Biosphärenreservate alle zehn Jahre überprüft. Der Internationale Koordinierungsrat bestätigte dabei die Verlängerung der UNESCO-Anerkennung für das länderübergreifende Biosphärenreservat Rhön um weitere zehn Jahre.

Die Entscheidung würdigt die kontinuierliche Entwicklung der Region als Modell für nachhaltiges Leben und Wirtschaften. Grundlage war ein umfangreicher Evaluierungsbericht, der 2024 von den Umweltministerien der drei beteiligten Länder eingereicht und anschließend international fachlich geprüft wurde. Zahlreiche Partnerinnen und Partner aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Naturschutz, Wissenschaft und Gesellschaft waren in den Prozess eingebunden.

Ein kurzer Rückblick

In den vergangenen 35 Jahren hat sich die Rhön als international beachtetes Beispiel für nachhaltige Regionalentwicklung etabliert. Projekte zum Schutz der Biodiversität, zur Pflege der Kulturlandschaft, zur Förderung regionaler Produkte und zur Stärkung eines naturverträglichen Tourismus in Zusammenarbeit mit den Landkreisen, den Kommunen, der Rhön GmbH und der Dachmarke Rhön prägen die Region. Auch Bildung für nachhaltige Entwicklung bleibt ein zentraler Bestandteil der Arbeit. Es ist gelungen, die Rhön als Biosphärenreservat in Deutschland und der ganzen Welt bekannt zu machen.

Nachhaltigkeit wird im Biosphärenreservat als gemeinsamer Weg verstanden, der Natur, Wirtschaft und Gesellschaft verbindet. Ziel ist es, Lebensräume zu erhalten, regionale Kreisläufe zu stärken und zugleich Perspektiven für die Menschen vor Ort zu sichern.

Vielfältiges Programm

Auch im Jubiläumsjahr 2026 bieten die drei Verwaltungsstellen in Bayern, Hessen und Thüringen wieder ein vielfältiges und umfangreiches Programm. In diesem Jahr wird bereits zum zweiten Mal der länderübergreifende Rhöner Biosphärenpreis ausgelobt, mit dem besonderes Engagement für nachhaltige Projekte in der Region ausgezeichnet wird. Am 30. Oktober findet die länderübergreifende Jahrestagung statt, die unter dem Motto „Landschaft im Wandel“ jede Menge Raum für fachlichen Austausch bietet.

Über das Jahr hinweg gestalten die drei Verwaltungsstellen gemeinsam mit ihren Partnern ein breites Veranstaltungsangebot mit Führungen, Aktionstagen und Informationsformaten für unterschiedliche Zielgruppen. Eine aktuelle Übersicht ist auf der Homepage des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön zu finden: https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/veranstaltungen

Die Biosphäre in der Zukunft

 „Seit 35 Jahren zeigt das Biosphärenreservat Rhön, wie erfolgreicher Natur- und Lebensraumschutz gemeinsam mit den Menschen vor Ort gelingen kann. Dieses Jubiläum ist für uns ein Anlass, dankbar auf das Erreichte zurückzublicken und zugleich mit Zuversicht nach vorn zu schauen. Die Rhön steht für gelebte Zusammenarbeit, nachhaltige Entwicklung und eine besondere Verbundenheit mit unserer einzigartigen Landschaft“, so Dr. Doris Pokorny, die die drei Verwaltungsstellen in Bayern, Hessen und Thüringen federführend vertritt.

Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön per App erkunden

Mit der offiziellen App „Biosphärenreservat Rhön“ lässt sich das länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat bequem und digital entdecken. Eine 3D-Karte bietet Touren- und Ausflugstipps, ein Routing-Tool zeichnet Wander- und Radwege auf. Die App liefert wertvolle Infos zur Rhöner Natur, Verhaltenstipps sowie ein „Virtuelles Panorama“ für einen Rundumblick – auch im Offline-Modus verfügbar. Die kostenlose und werbefreie App ist für iPhones und Android-Geräte in den App-Stores erhältlich.

Foto 1: Die Rhön gilt seit über drei Jahrzehnten als Beispiel dafür, wie sich Natur, regionale Wirtschaft und Lebensqualität im ländlichen Raum miteinander verbinden lassen – ganz im Sinne der Ziele der UNESCO. / Foto: Martin Morgenweck

Foto 2: Auch im Jubiläumsjahr 2026 bieten die drei Verwaltungsstellen in Bayern, Hessen und Thüringen wieder ein vielfältiges und umfangreiches Programm, so wie hier beim länderübergreifenden World Ranger Day. / Foto: Lea Hohmann

Foto 3: Ziel im Biosphärenreservat ist es, Lebensräume zu erhalten, regionale Kreisläufe zu stärken und zugleich Perspektiven für die Menschen vor Ort zu sichern. / Foto: Marzena Seidel Photoebene

Foto 4: Blick von der Abtsrodaer Kuppe in der Hessischen Rhön hinein ins „Land der offenen Fernen“. / Foto: Arnulf Müller

Foto 5: Das Landschaftsbild der Rhön charakterisiert sich durch die vielen Kuppen und Bergrücken mit steilen oder auch sanften Tälern. Hier zu sehen die einzigartige Landschaft der Thüringer Rhön in der Nähe von Kaltennordheim. / Foto: Laura Städtler

Foto 6: Die „Schwarzen Berge“ in der Bayerischen Rhön sind Naturschutzgebiet und ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende im Sommer und im Winter. / Foto: Arnulf Müller