Saisoneröffnung

StartSchuss zur FreilandSaison im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen
Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen im Dreiländereck Bayern, Hessen, Thüringen startet am Mittwoch, 1. April in die Museumssaison 2020. Eine Sonderausstellung zum Thema Strom, neue und bewährte Veranstaltungsformate rund um Handwerk, Flora & Fauna, Kulinarisches, Kunst & Kultur stehen auf dem Programm. Am 4. Oktober feiert das Freilandmuseum seinen 30. Geburtstag mit einem großen Aktionstag.

Sonderausstellung
Zusammen mit der Saisoneröffnung wird am 1. April die Eröffnung der Ausstellung STROM FÜR DIE RHÖN gefeiert. Anlässlich seines diesjährigen 100. Geburtstages hat der kommunale Energieversorger Überlandwerk Rhön eine Sonderschau erarbeiten lassen. Diese wird die gesamte Saison über im Museum zu sehen sein.
Ob beim Surfen im Netz, beim Radeln mit dem E-Bike oder beim Kochen unseres Leibgerichts – ein Leben ohne Strom ist undenkbar. Dass vor 100 Jahren längst nicht „Elektrizität in jedem Gerät“ steckte, erzählt die Ausstellung STROM FÜR DIE RHÖN. Dort, wo aufgrund der Weitläufigkeit der Landschaft kein Unternehmen den Aufbau eines Stromnetzes angehen wollte, nahmen mehrere Gemeinden – über Landesgrenzen hinweg – ihre Stromversorgung selbst in die Hand und gründeten die Überlandwerk Rhön GmbH. Aber wie bringt man den Strom in einem dünn besiedelten Mittelgebirge an den Mann – und die Frau? Was passiert, wenn nach dem zweiten Weltkrieg ein Teil des Versorgungsgebiets wegbricht? Wie geht man damit um, wenn sich die Kunden ihren Stromanbieter auf einmal selbst auswählen dürfen? Und was, wenn bald alle nur noch E-Autos fahren?
In der Ausstellung gibt es Stationen zum Mitmachen und Exponate zum Anfassen. Ausgewählte Themeninseln im Museumsgelände veranschaulichen die vielfältigen Anwendungsbereiche elektrischer Energie im Alltag. Vorträge, Führungen und ein Aktionstag („Unter Strom“ am 5. Juli) bilden ein umfassendes Begleitprogramm.

Vielfältiges Veranstaltungsprogramm
Regelmäßige Veranstaltungsangebote wie Backtage, Kochen nach historischen Rezepten, Themenführungen, Schulunterricht wie vor 1900 und bunte Mitmachaktionen für Kinder laden zwischen dem 1. April und 8. November zu Entdeckungen im Freilandmuseum ein.
In Kooperation mit der Bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön dreht sich am 24. Mai unter dem Motto „Nützliche Vielfalt“ alles um alte Haustierrassen und historische Pflanzensorten.
Traditionelles Handwerk wird unter anderem beim Köhlerfest am 2. August sowie beim Thementag „Rund um Holz. Rohstoff und Werkstoff“ am 9. August präsentiert. Zum FreiLandFest am letzten Augustwochenende gibt es neben Handwerksvorführungen Live-Musik, Bühnenkunst sowie Mitmachprogramme für Groß und Klein zu erleben. Ein wichtiger Bestandteil des Museumsjahres ist auch die Veranstaltung „Was auf die Ohren?!“ am 19. Juli. Junge Bands aus dem Dreiländereck Bayern, Hessen, Thüringen präsentieren sich und ihre Musik den ganzen Tag über im Museumsgelände.
Eine runde Sache: Mit acht historischen, im Gelände wieder errichteten Gebäuden wurde das Freilandmuseum am 30. September 1990 eröffnet. 30 Jahre später zeigen über 20 Gebäude mit Gärten, Wiesen, Felder und Weiden die regionale und soziale Vielfalt des ländlichen Wohnens und Wirtschaftens vom 17. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre. Am 4. Oktober wird das Jubiläum deshalb mit einem großen Aktionstag gefeiert. Und das Freilandmuseum Fladungen wächst weiter: Am Tag des offenen Denkmals, 13. September, wird an der neuen Schmiede-Werkstatt das Richtfest begangen.
Ab 26. April bis 18. Oktober ist mit historischen Dampf- und Dieselloks auch wieder das Rhön-Zügle an 20 Fahrtagen zwischen dem DB Bahnhof Mellrichstadt und dem Museumsbahnhof Fladungen unterwegs.

Allgemeine Informationen
In Bayerns nördlichster Stadt Fladungen macht das Fränkische Freilandmuseum die vergangene ländliche Bau-, Arbeits- und Lebensweise aus ganz Unterfranken sowie der angrenzenden hessischen und thüringischen Rhön erlebbar. Auf einem zwölf Hektar großen Gelände geben über 20 wiedererrichtete landwirtschaftliche Anwesen und Gemeindebauten einen umfassenden Einblick in das Wohnen und Wirtschaften vom 17. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre. Eingebettet sind die Gebäude in eine historische Kulturlandschaft aus Themengärten, Streuobstwiesen, Äckern und Weiden, auf denen alte Haustierrassen wie Rinder, Schweine, Schafe oder Ziegen gehalten werden.
Direkt an das Museumsgelände schließt eine technikhistorische Attraktion an: Auf der ehemaligen Lokalbahnstrecke zwischen Fladungen und dem 18 km entfernten Mellrichstadt verkehrt seit 1996 das sogenannte „Rhön-Zügle“. Mit ihren Dampf- oder Dieselloks und historischen Waggons befördert die Museumsbahn an ausgewählten Sonn- und Feiertagen wie vor 100 Jahren Passagiere durch das obere Streutal. Eine Ausstellung im denkmalgeschützten Fladunger Bahnhofsgebäude von 1898 informiert über die wechselvolle Geschichte der Lokalbahn.
Bei verschiedenen Mitmachprogrammen können Besucherinnen und Besucher das frühere Leben im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen selbst nachempfinden.

Öffnungszeiten 2020: Mittwoch, 1. April bis Sonntag, 8. November
April, Oktober, November: Dienstag bis Sonntag 09 – 18 Uhr (an Feiertagen auch montags geöffnet)
Mai – September: täglich 9 – 18 Uhr

Eintritt 6 €, 4 € ermäßigt, 12 € Familientageskarte, 5 € p. P. bei Gruppen ab 15 Personen.