Fränkisches Dorfleben zum Sehen, Anfassen und Schmecken

Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen lädt zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein. Rund 20 wiedererrichtete Wohnhäuser, Wirtschaftsgebäude und Bauten, die der Dorfgemeinschaft dienten, zeigen, wie unsere Vorfahren in Unterfranken früher gelebt und gewirtschaftet haben. Die Bauten stammen aus Landschaften wie Spessart, Rhön, Grabfeld und Hassbergen.

Die liebevoll und detailgetreu eingerichteten Wohnhäuser und die gemeinschaftlich genutzten Bauten wie Brauhaus, Schäferei, Dorfschule, Mühle, Wirtshaus und Kirche stehen beispielhaft für das Dorfleben seit 350 Jahren. Sie vermitteln ein realistisches Bild der Zeit um 1600 bis in die 1950er Jahre in seiner sozialen und regionalen Vielfalt. Die Gebäude sind eingebettet in ein weitläufiges Gelände mit Hausgärten, Äckern, Viehweiden und Streuobstwiesen. Auch alte Nutztierrassen wie Gänse, Schafe, Ziegen, Kühe, Hasen, Schweine, Tauben, Katzen und Hühner haben im Freilandmuseum ihr Zuhause gefunden. Immer wieder neue Aspekte des dörflichen Lebens früherer Jahrhunderte vermitteln vielfältige Veranstaltungen, Sonderausstellungen, Handwerksvorführungen, Feste und Themenführungen.

Große und kleine Besucher können in Seminaren und Workshops bereits vergessene oder ausgestorbene Handwerks- und Kulturtechniken erlernen. Der Bogen spannt sich über Buttern und Buchbinden, Drechseln und Mähen mit der Sense bis zum Waschen mit der Wurzelbürste. Während der ganzen Saison von April bis November lädt auch das Museumspädagogische Zentrum, der „Hof für Jung und Alt“, zum Mitmachen ein.

Mit Volldampf bringt das Rhön-Zügle die Gäste zum Freilandmuseum. Wie in der guten alten Zeit schnauft die historische Dampflok an Sonn- und Feiertagen beschaulich-langsam 18 Kilometer durch das romantische Streutal von Mellrichstadt nach Fladungen und zurück.

Der Museumsgasthof „zum Schwarzen Adler“ mit seinen gemütlichen Gasträumen, dem alten Tanzsaal und dem kastanienbestandenen Biergarten ist bekannt für seine gute fränkische Küche. Kleine Stärkungen serviert auch die Hofstelle Oberbernhards wie z.B. frisch gebackene Waffeln und selbstgebackenen Kuchen.

Regionaltypische Mitbringsel, wie z.B. Erzeugnisse von Selbstvermarktern, finden Besucher des Fränkischen Freilandmuseums im Rhöner Bauernladen. Im Eingangsgebäude lockt der  Museumsladen mit einem hochwertigen Sortiment an Souvenirs, das unter dem Motto "Gute Dinge von gestern für moderne Leute von heute" zusammengestellt wurde.

Die Tageskarte für das Fränkische Freilandmuseum Fladungen kostet 5,00 Euro (Erwachsene), ab 16:30 Uhr bzw. bei Vorlage eines Rhön-Zügle-Fahrscheins 3,00 Euro; Kinder, Studenten, Menschen mit Behinderung, Bundesfreiwilligendienstleistende und Inhaber der bayerischen Ehrenamtskarte zahlen 3,00 Euro.  Die Familientageskarte kostet 10,00 Euro (Eltern mit eigenen schulpflichtigen Kindern). Für Gruppen und Schulklassen gelten eigene Regelungen, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Das Museum ist von April bis Oktober von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 17:00 Uhr. Im April und Oktober ist montags Ruhetag.

Homepage des Freilandmuseums Fladungen