Das Projekt wird im Rahmen des Programms "Europa für Bürgerinnen und Bürger" von der EU gefördert.

"Aus verpassten Chancen lernen – gemeinsam ein friedliches Europa gestalten“.

In diesem Jahr jährt sich die Unterzeichnung des Versailler Vertrages zum 100. Male. Bei dem Partnerschaftstreffen in Hone Italien, vom 4. bis 7. Okt. sollen die Entwicklungen und Fehler, die 20 Jahre nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrages, in die Katastrophe des zweiten Weltkrieges geführt haben in Vorträgen und Workshops besprochen und beleuchtet werden. Ziel der Veranstaltung ist es, aus diesen Fehlern Schlüsse für die Gestaltung eines friedlichen Europas zu ziehen.

„Das ist kein Friede. Das ist ein Waffenstillstand für zwanzig Jahre" lautete die düstere Prognose des französischen Marschalls Ferdinand Foch, der am 11. November 1918 die deutsche Kapitulation entgegennahm.  20 Jahre später begann mit dem deutschen Angriff auf Polen ein neuer Krieg, der die Schrecken und Zerstörungen des gerade erst zu Ende gegangenen Weltkriegs noch übertraf. 

Das Ziel des Projektes ist es, aufzuzeigen, wie wichtig ein geeintes und friedliches Europa mit seinen Werten wie Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte für alle Bürgerinnen und Bürger in Europa ist. Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen dessen über unsere gemeinsame Zukunft in Europa und gleichzeitig die bestehenden Vorurteile und Ablehnung gegenüber eines vereinten Europas diskutiert und debattiert werden. Durch die aktuelle Entwicklung mit nationalistischen Tendenzen in einigen EU-Mitgliedsländern wie Polen und Ungarn oder auch der Austritt Großbritanniens wird der interkulturelle Dialog für ein gemeinsames und friedliches Europa immer wichtiger. 

Die Ursache für die Katastrophe eines weiteren Krieges, ist im sogen. Versailler Vertrag zu suchen, der von einseitigen Sicherheits- und Machtinteressen sowie Furcht und Hass geprägt war. In Deutschland verlief die Ablehnung des Vertrages quer durch alle Bevölkerungsschichten und Parteien. Die vermeintlichen Ungerechtigkeiten dieses Vertrages begünstigen in Deutschland nationalistische und totalitäre Bewegungen, die in ihrem Kern auf die Entfesselung eines neuen Krieges abzielten.

Während der Dauer Partnerschaftstreffens in Hone wollen wir die Ursachen, die zu den Entwicklungen nach dem 1. Weltkrieg geführt haben diskutieren. An den Veranstaltungen werden ca. 50 internationale Gäste und Bürger aus Hone teilnehmen. Im nächsten Schritt werden die hier erzielten Ergebnisse über die Presse und Internetseiten zur Nachbereitung veröffentlicht.